Darf ich das meinen Mitarbeiter*innen wirklich so sagen?

Immer wieder kommt in Veranstaltungen und Coachings die Frage auf: „Darf ich das wirklich so sagen?“. 

So zum Beispiel folgende Situation: Sie sind als junge Führungskraft tätig und ihre Kollegin betritt zum wiederholten Male ihr Büro, ohne vorher anzuklopfen oder um Erlaubnis zu bitten. Sie ärgern sich und Wut steigt in Ihnen auf. Dennoch fragen Sie sich vielleicht: „Kann ich der älteren Kollegin wirklich sagen, dass sie anklopfen soll?“ Oder sind Sie sich unsicher, da Sie neu als Chefin sind und die Kollegin bereits länger in der Abteilung arbeitet. Vielleicht schießen Ihnen auch Gedanken wie „sie ist doch viel älter als ich, da kann ich das nicht sagen“ durch den Kopf? 

JA, Sie dürfen das !!! 

Hier vier Schritte, wie wir solchen Situationen umgehen können: 

  1. Akzeptanz

Akzeptieren Sie, dass manchmal Selbstweifel in Ihnen aufsteigen. Diese sind gut und sehr hilfreich, denn diese sind der Schlüssel zur Selbstreflexion. 

  1. Zeit geben

Geben Sie sich in zweierlei Hinsicht Zeit: Zum einen bei der Ansprache. Die Kollegin betritt das Büro und Sie spüren die Wut in sich, Ihnen wird heiß und es breitet sich eine Wolke über Ihnen aus? Beruhigen Sie sich und schweigen! Wir lassen die Emotionen ziehen, die Kollegin wieder aus dem Büro rausgehen und können nach einiger Zeit reflektieren und auf der Sachebene das Gespräch suchen. 

Zum anderen geben Sie sich Zeit. Alles ist ein Prozess und Sie können das direkte Ansprechen üben! Nichts klappt immer beim ersten Mal perfekt – auch hier gilt: akzeptieren Sie sich!

  1. Reflexion

Überlegen Sie, wie sehr die Situation Sie wirklich stört. Was genau stört Sie daran? Was fühlen Sie, wenn die Kollegin einfach Ihr Büro betritt? Treten diese Gefühle noch in anderen Situationen auf? 

  1. Ansprechen

Stört Sie das Verhalten der besagten Kollegin und möchten, dass sie in Zukunft anklopft? Dann sprechen Sie es an! Benennen Sie konkrete Beispiele (Tage/Situationen), an denen das Verhalten auftritt. Benennen Sie Ihre Emotionen, was löst das bei Ihnen aus und sprechen Sie in der ICH-Form. Am Ende äußern Sie Ihren Wunsch: Ich möchte, dass du beim nächsten Mal anklopfst bevor du eintrittst! 

Probieren Sie es aus und berichten mir gerne, wie es funktioniert hat! Ich freue mich sehr über Rückmeldungen oder weitere Fragen von Ihnen! 

Autorin: Rebekka Asbach

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